10.03.2026: Flucht und Behinderung - „Medizinische Rehabilitation, Pflege und Schwerbehinderung“
Die zweite Veranstaltung zum Thema Flucht und Behinderung gibt einen fundierten Überblick zu medizinischer Rehabilitation, Pflegeleistungen und dem Schwerbehindertenrecht im Kontext von Flucht und Migration. Behandelt werden Leistungen und zuständige Leistungsträger, die Rechte von Menschen mit Schwerbehinderung (MmSB) sowie Wege zur Geltendmachung dieser Rechte.
Referentin: Ake Schünemann, Projektkoordination Netzwerk B.O.A.T. – Beratung.Orientierung.Arbeit.Teilhabe
24.02.2026: "Teilhabe von Geflüchteten mit Behinderung"
In der Onlineveranstaltung wurde ein praxisnaher Überblick über die Teilhabe von Geflüchteten mit Behinderung in den Bereichen Bildung, soziale Teilhabe und Arbeitsleben gegeben, einschließlich der maßgeblichen rechtlichen Rahmenbedingungen bei unterschiedlichen Aufenthaltspapieren. Ziel war es, für die besonderen und oft erschwerten Lebenslagen dieser Zielgruppe zu sensibilisieren, die Beratungskompetenz der Teilnehmenden zu stärken und den fachlichen Austausch sowie die regionale Vernetzung zu fördern.
Referentin: Ake Schünemann, Projektkoordination Netzwerk B.O.A.T. – Beratung.Orientierung.Arbeit.Teilhabe
19.02.2026: "Schutz und Teilhabe queerer Geflüchteter an der Schnittstelle zwischen Landes- und kommunaler Unterbringung"
Im dreistündigen Schulungs- und Austauschformat wurden zentrale Aspekte sexueller und geschlechtlicher Vielfalt eingeführt und die Voraussetzungen für einen angemessenen Gewaltschutz sowie eine partizipativ gestaltete Teilhabe erörtert. Zudem wurden die besonderen Herausforderungen beim Übergang von der Landes- in die kommunale Unterbringung analysiert und im kollegialen Austausch Ansätze für einen möglichst lückenlosen Schutz queerer Geflüchteter sowie Geflüchteter insgesamt entwickelt.
Referent*in: Sø Schröder, LSVD⁺ – Verband Queere Vielfalt
09.02.2026: Notfallpädagogik - Erste Hilfe für die traumatisierte Seele
Im Basismodul zur Notfallpädagogik wurde vermittelt, wie traumatisierte Menschen nach belastenden Erfahrungen wie Krieg, Flucht oder Gewalterlebnissen frühzeitig stabilisiert und in ihrer Selbstwirksamkeit gestärkt werden können, um langfristige psychische Folgestörungen möglichst zu verhindern. Neben theoretischen Grundlagen wurden praxisnahe Methoden zur Stressregulation, Stabilisierung und Ressourcenaktivierung vorgestellt und eingeübt, um die Handlungskompetenz der Teilnehmenden im professionellen Umgang mit traumatisierten Personen zu erweitern.
Referent*in: Astrid Hansen, TPI Flensburg
12.12.2025: "Suizidalität und Suizidprävention von Bewohner*innen der Unterkünfte für geflüchtete Menschen"
Im Seminar wurde Mitarbeitenden in Unterkünften für geflüchtete Menschen grundlegendes und praxisorientiertes Wissen zu Suizidalität und Suizidprävention vermittelt, insbesondere vor dem Hintergrund hoher globaler Suizidraten und der besonderen Belastungssituationen vieler Geflüchteter. Behandelt wurden zentrale Begriffe, angemessene Reaktionsmöglichkeiten sowie Ansätze gelingender Prävention mit dem Ziel, die Handlungssicherheit der Teilnehmenden im Umgang mit suizidalen Krisen zu stärken und eine sensible Begleitung Betroffener zu fördern.
Referent*in: Claudia Pahl, Psychosoziales Zentrum für Flüchtlinge, Brücke SH
09.10.2025: "Identifizierung besonderer Schutzbedarfe"
Die Schulung vermittelte eine fundierte Einführung in besondere Schutzbedarfe von geflüchteten Menschen, beleuchtete die einschlägigen rechtlichen Grundlagen sowie relevante Zielgruppen und erläuterte praxisnahe Ansätze zur Identifizierung und Dokumentation entsprechender Bedarfe. Zudem wurden Zugangswege zu geeigneten Versorgungsangeboten aufgezeigt, die Verweisungskompetenz gestärkt und Strategien zu kollegialer Beratung, Netzwerkarbeit sowie Selbstfürsorge im Umgang mit belastenden Beratungssituationen vermittelt.
Referent*innen: Jana Lubinova, Larissa Hilt; Referentinnen für besondere Schutzbedarfe bei der Bundesweiten Arbeitsgemeinschaft Psychosozialer Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer - BAfF e.V.
08.10.2025: "Beratung und Betreuung nach Folter: Praktische Ansätze für Fachkräfte"
Die Fortbildung richtete sich an haupt- und ehrenamtliche Fachkräfte im Beratungs-, Betreuungs- und Unterbringungskontext von Geflüchteten, insbesondere an Personen mit wenig therapeutischer Erfahrung oder Unsicherheiten im Umgang mit Überlebenden von Folter. Vermittelt wurden grundlegende Kenntnisse zu Folter und Traumafolgestörungen, zur frühzeitigen Identifikation Betroffener, zur Dokumentation nach dem Istanbul-Protokoll sowie zu Weitervermittlungsangeboten und zum professionellen Umgang mit Krisensituationen einschließlich Selbstfürsorge.
Referent*in: Sabrina Hackmann, Psychologische Beratung, Case Management, Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum e. V.
11.09.2025: "Schlaflosigkeit und der Umgang mit Schlafstörungen im Kontext von Fluchterfahrung und Traumatisierung"
Schlafstörungen stellen eine der größten und am weitesten verbreiteten Belastungen bei geflüchteten Menschen dar. Der Schlaf ist vielfach belastet durch die Folgen traumatischer Erfahrungen im Heimatland und auf der Flucht. Das Format gewährte einen ersten Ein- und Überblick und stellte konkrete, niedrigschwellige Interventionen im Umgang mit Schlafstörungen vor.
Referent*in: Dr. Britta Dumser ist als Psychologin (M. Sc.) therapeutisch und wissenschaftlich seit sechs Jahren bei Refugio München tätig. Im Rahmen ihres Promotionsprojekts, im Zuge dessen das „Sleep Training adapted for Refugees“ (STARS) entstand, befasst sie sich intensiv mit Schlafstörungen nach Fluchterfahrung und Traumatisierung. Sie befindet sich in fortgeschrittener Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin (VT).
23.07.2025 + 29.09.2025: Grundlagenschulung Kindeswohl & Kindeswohlgefährdung
Die Fortbildung sensibilisierte Mitarbeitende in Unterkünften für geflüchtete Menschen für das Thema Kindeswohl und stärkt darüber hinaus ihre Handlungsfähigkeit bei Verdacht auf eine Kindeswohlgefährdung.
Referent*in: Anna Bracker, DRK Landesverband Schleswig-Holstein, ist Kinderschutzfachkraft nach § 8a SGB VIII und bietet neben regelmäßigen Fortbildungsangeboten auch individuelle Beratung für Fachkräfte des DRK bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung an.
19. + 20.06.2025: Fachseminare für hauptamtlich tätige Fachkräfte in Unterkünften für geflüchtete Menschen und Mitarbeitende kommunaler und Landesbehörden
Die Präsenz-Fachseminare haben im Rahmen des Projekts „Schutz- und Versorgungskompass SH“ sowie des Projekts DeBUG 2.0 Nordost stattgefunden.
- 19. Juni 2025: Identifizierung besonderer Schutzbedarfe bei geflüchteten Menschen
- 20. Juni 2025: Dynamiken partnerschaftlicher Gewalt und ihre Auswirkungen auf Kinder – Hilfs- und Handlungsmöglichkeiten für Betroffene und Unterstützer*innen






