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Besuchsfreunde

Ansprechpartnerin

Anja Gaethje
Referentin für Gesundheitsprogramme & Leben im Alter
Telefon: +49 (0)431 5707-418
Telefax: +49 (0)431 5707-130

Viele Menschen in unserer Gesellschaft fühlen sich einsam und sind sozial isoliert. Dies trifft
oft schon junge Menschen, die durch einen Umzug, durch Erkrankungen, Arbeitslosigkeit
und ähnliche Probleme aus dem gewohnten Alltag gerissen werden oder auch z.B. durch
eine Behinderung große Schwierigkeiten haben, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
ln besonderem Maße trifft dies jedoch für alte Menschen zu. Wenn Ehepartner, Geschwister,
Freunde versterben, gehen nach und nach viele soziale Kontakte verloren. Auch wenn
Kinder vorhanden sind, so leben diese oftmals weit weg und/oder sind den ganzen Tag
berufstätig und stehen damit nicht oder nur sehr eingeschränkt zur Verfügung. Damit sind
viele ältere Menschen zunehmend allein und fühlen sich einsam, haben niemanden, der mit
ihnen ein Gespräch führt, einen Spaziergang macht, der mal schnell "vorbeischaut" und
vielleicht auch eine kleine Unterstützung leisten kann, wie eine Glühbirne auszuwechseln.
Wenn ältere Menschen nach ihren Wünschen für die Zukunft befragt werden, steht der
Wunsch, auch im Alter in der vertrauten Umgebung leben zu können, in der Regel ganz
oben. Damit dieser Wusch erfüllt werden kann, müssen viele Akteure behilflich sein.
Für die körperliche Pflege und hauswirtschaftliche Hilfen gibt es professionelle ambulante
Pflegedienste und stationäre Angebote. Aber manchmal werden diese noch gar nicht
benötigt. Aber auch wenn sie in Anspruch genommen werden, können diese nur schlecht die
sozialen Bedürfnisse erfüllen, haben viel zu wenig Zeit für ein Gespräch, eine Beschäftigung.
ln dieser Situation will das DRK mit dem Angebot von ehrenamtlich getragenen
Besuchsdiensten -den DRK-BesuchsFreunden - einen entscheidenden Schritt zur
Verbesserung der Situation tun.
Ein/e BesuchsFreund/in kann sehr dazu beitragen, das Leben eines Menschen freundlicher,
wärmer und zufriedener zu gestalten, ihm wieder mehr Lebensfreude zu geben. Die eigene
Initiative und Aktivität der besuchten Menschen wird unterstützt, um Selbständigkeit und
Lebenskompetenz zu erhalten. Die soziale und psychische Situation kann dadurch
stabilisiert werden. Pflegende Angehörige werden entlastet, Angebote der professionellen
Pflege und Hauswirtschaft werden sinnvoll ergänzt.
Wichtig ist uns dabei, dass die BesuchsFreunde Zeit schenken für verschiedenste Aktivitäten
und menschliche Zuwendung, aber die ehrenamtlichen Kräfte sind keine Haushaltshilfen,
Handwerker oder Pflegekräfte. Die Besuche finden regelmäßig zu fest verabredeten Zeiten
statt.
Besuche sind ein Geben und Nehmen! Auch der Besucher soll durch seine Tätigkeit
bereichert werden. Sie gibt Freude, Sinn und Anerkennung, ist interessant und von großem
sozialem Wert für die Gesellschaft.
Gruppen von BesuchsFreunden werden aufgebaut z.B. von Ortsvereinen oder ambulanten
Pflegediensten. Dort wird die wichtige Koordination und Begleitung der ehrenamtlichen
Kräfte geleistet und durch unterstützende Angebote von den Kreisverbänden und dem
Landesverband ergänzt.