Spontanhelfende sind in keine Hilfsorganisation eingebunden und können dort unterstützen, wo Hilfe benötigt wird. Dadurch entsteht eine flexible Form des Ehrenamts, die Menschen zusammenbringt und die Gemeinschaft stärkt.
Los ging‘s am Samstag um 9 Uhr. Schnell entstanden zwei Gruppen von Spontanhelfenden: eine, bei denen alle Teilnehmenden über eine Hygienezertifikat verfügten und sich dadurch für die Essensausgabe qualifiziert hatten. Und eine zweite, die mehrere Zelte aufstellte sollte. Während die eine Bierzelttische aufbaute und aus der Feldküche bereits geschmierte und belegte Brötchen abholte, steckte die zweite unter fachfraulicher Anleitung Aluminiumstangen für das entstehende Zelt zusammen. Das erste von mehreren stand bereits nach einer halben Stunde. Während dieser Zeit fanden auch viele Dutzend Brötchen ihre Abnehmerinnen und Abnehmer bei den großteils schon einen Tag zuvor angereisten rund 100 Einsatzkräften. Als gegen 11 Uhr bereits vier Zelte aufgebaut waren, begann auch ein Rundgang über das Übungsgelände, an dem unter anderem neben Nadine Lenschau und Landesbereitschaftsleiter Oliver Hushahn sowie Alessa Ohrt und Fred Schlie von der Nationalen Hilfsgesellschaft auch Innenministeriums-Staatssekretär Dr. Sönke Schulz, Constanze Leimbach von der Unteren Katastrophenschutzbehörde Herzogtum-Lauenburg und die Hamburger Katastrophenschutzreferentin Monika König, Christian Stimming, Notfallvorsorgeleiter der Malteser Nord, und Dr. Viveka Thun-Blasche, Oberstabsarzt für zivilmilitärische Zusammenarbeit bei der Bundeswehr, teilnahmen.
Gegen Mittag stellten auch die DRK-Sanitätshelfenden ihr Wissen und Können bei einer Übung unter Beweis bei der Erstversorgung von Unfallopfern. Durch eine kleine Drohnenstaffel alles im Blick hatten die Kolleginnen und Kollegen von der technischen Einsatzleitung in Neumünster. Um 13 Uhr hieß es dann Essen fassen mit Gyros, Pommes oder Reis, einer Paprika-Zwiebel-Pfanne und Kuchen zum Nachtisch. Derart gestärkt war dann die Bewältigung des frühen Nachmittagsprogramms für alle Beteiligten nahezu ein Kinderspiel. „Unsere Einsatzkräfte haben die Spontanhelfenden in die einzelnen Aufgaben gut eingebunden. Wir nehmen wichtige Erkenntnisse von dieser Übung mit und würden uns freuen, wenn wir diese für die Entwicklung eines Schulungskonzepts für die Einsatzkräfte nutzen könnten, um Spontanhelfende noch besser in den Einsatz zu bringen“, lautete das Fazit von Alessa Ohrt, Abteilungsleiterin Nationale Hilfsgesellschaft beim DRK-Landesverband Schleswig-Holstein. Die Übung verfolgten auch ein gutes Dutzend Studierende der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, die die Übung mit geplant hatten und im Nachgang „Mischmasch“ auswerten werden.
Weitere Informationen
Über die Übung hinaus hat der DRK-Landesverband ein Projekt zur Qualifizierung von “Ungebundenen Helfenden” ins Leben gerufen. Interessierte können sich hier registrieren und auch ein kostenloses E-Learning absolvieren: Mehr dazu




