Rettungsdienst des DRK in Schleswig-Holstein

Rettungsdienst ist eine öffentliche Aufgabe, die vom Deutschen Roten Kreuz im Auftrag der Kreise und Städte übernommen wird. Kernaufgabe ist die schnelle und qualifizierte Hilfe bei medizinischen Notfällen. Dazu ist das gesamte Land mit einem flächendeckenden Netz von Rettungswachen überzogen. Von dort starten Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeuge rund um die Uhr zu ihren Einsätzen. Eine weitere Aufgabe des Rettungsdienstes ist der Krankentransport. Hier werden erkrankte oder verletzte Personen unter fachkundiger Betreuung befördert. Die Koordination erfolgt in jeder Region durch eine zentrale Leitstelle. Im Notfall wählen Sie landesweit immer die Notrufnummer 112. So ist gewährleistet, dass immer die schnellste Hilfe kommt.

Das Deutsche Rote Kreuz ist bundesweit der größte Leistungserbringer in Rettungsdienst. In Schleswig-Holstein ist das DRK in acht Kreisen und kreisfreien Städten im Rettungsdienst aktiv. Die DRK-Rettungsdienste sind Arbeitgeber für mehr als 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zur Aus- und Fortbildung seines Personals im Rettungsdienst betreibt das Deutsche Rote Kreuz in Schleswig-Holstein eine eigene Rettungsdienstschule am Standort Lübeck.

Der Rettungsdienst darf nicht als eine reine Transportleistung im Rahmen des Gesundheitswesens betrachtet werden. Vielmehr ist er ein Bestandteil der Gefahrenabwehr und eng verzahnt mit weiteren Elementen. Das Deutsche Rote Kreuz als gemeinnütziger Verband ist auf allen Ebenen dieses komplexen Hilfeleistungssystems tätig und damit mehr als nur ein wirtschaftlich orientierter Dienstleister in Rettungsdienst.

Für größere Schadenslagen mit vielen Verletzten oder Erkrankten stellt das DRK landesweit schlagkräftige Ressourcen zur Verfügung. Ähnlich einer Freiwilligen Feuerwehr kommen hier hunderte ehrenamtliche Helfer des Roten Kreuzes zum Einsatz. Gut ausgebildet und mit spezieller Technik für größere Einsätze ausgestattet sind sie ein unverzichtbarer Bestandteil der Gefahrenabwehr.

Um Leben zu retten bedarf es nicht nur eines professionellen Rettungsdienstes, wie ihn das DRK sicherstellt. Entscheidend in lebensbedrohlichen Situationen ist entschlossenes Handeln in den ersten Minuten. Hier ist jeder Mensch gefragt, der Zeuge eines solchen Notfalls wird. Das Deutsche Rote Kreuz unterstützt hierdurch durch die Ausbildung der Bevölkerung in Erster Hilfe. Flächendeckend in Schleswig-Holstein werden Erste-Hilfe-Schulungen durch mehr als 150 DRK-Ausbilderinnen und Ausbilder angeboten. Bei Evakuierungen oder der kurzfristigen Unterbringung einer größeren Personengruppe steht nicht die medizinische Versorgung im Vordergrund, sondern die Betreuung, Unterkunft und Versorgung. Im Rahmen des Katastrophenschutzes betreibt das Rote Kreuz landesweit Betreuungs- und Verpflegungsgruppen. Zusätzlich kann auf ergänzende Ressourcen aus der DRK-Landesreserve sowie den Wohlfahrts- und Sozialeinrichtungen des Verbandes zugegriffen werden. Bei psychisch belastenden Ereignisse stehen zudem Fachkräfte des DRK für eine psychosoziale Notfallversorgung zur Verfügung.

Bildungsangebote – Rettungsdienst

Aus- und Fortbildung ist ein wichtiges Element der Qualitätssicherung im Rettungsdienst. Als einer der Ersten überhaupt haben die DRK-Rettungsdienste mit der 2014 eingeführten Berufsausbildung zum Notfallsanitäter bzw. zur Notfallsanitäterin begonnen. Darüber hinaus werden die Ausbildung zum Rettungssanitäter bzw. zur Rettungssanitäterin angeboten und Fort- und Weiterbildungen für die eignen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durchgeführt. Für diese Aufgaben betreibt das DRK in Schleswig-Holstein eine eigene Rettungsdienstschule.

Ausführliche Informationen über die verschiedenen Bildungsangebote finden Sie auf der Homepage der DRK-Rettungsdienstschule Schleswig-Holstein gGmbH unter www.drk-rettungsschule-sh.de.

Die Angebote stehen auch Personen offen, die keine DRK-Angehörigen sind.