Estland 2013 – Auf ein Neues!

Wir befinden uns im Jahr zwei nach Tallinn und im Jahr eins nach Berkenthin. Das Jugendrotkreuz wird 2013 in Taheva im Süden Estlands eine Laube und Hochbeete bauen, die das Leben von an Demenz erkrankten alten Menschen erleichtern sollen.

In Tallinn, der Hauptstadt Estlands, war am 7.5.2011 ein Dokument unterzeichnet worden, das der Zusammenarbeit zwischen dem Estnischen Roten Kreuz und dem Roten Kreuz in Schleswig-Holstein eine vertragliche Basis gab. Der seit 2008 gepflegte Jugendaustausch mündete in die Absicht, ab 2012 ein soziales Projekt in den Mittelpunkt weiterer sogenannter internationaler Begegnungen zu stellen. Im Juli 2012 erbauten 38 Jugendrotkreuzler aus Estland und Schleswig-Holstein in Berkenthin bei Ratzeburg mehrere Hochbeete, Pergolen und Rankgitter. Sie rodeten den Garten, entfernten alte Treppen, machten Wege frei und schufen damit die Voraussetzungen für einen Garten der Sinne, ein Ort der Freude für die im DRK Seniorenhaus lebenden an Demenz erkrankten Menschen. Der Wunsch, mit eigenen Händen anzupacken und bedürftigen Menschen etwas Gutes zu tun, war in Berkenthin in Erfüllung gegangen.

Am 13. Juli brechen 24 JRKler aus Schleswig-Holstein auf zum nächsten sozialen Projekt, diesmal in Estland. Ausgehend von Lübeck geht die Reise auf dem Landweg nach Stockholm, von dort tags darauf mit der Fähre nach Tallinn und dann gleich weiter in Richtung Valga in das südliche Estland. Am 15. Juli werden sie in der Schule von Hargla Quartier beziehen und täglich zwischen der Schule und dem Einsatzort in Taheva, einem Pflegeheim, pendeln.

Bei ihrer Ankunft werden sie die 20 jungen Leute kennenlernen, mit denen sie zusammen arbeiten, wohnen - und feiern werden. Denn das ungeschriebene Gesetz, wer arbeite, der müsse auch feiern dürfen, gilt unter Schleswig-Holsteinern wie unter Esten, und unter jungen Leuten sowieso. Das Programm jedenfalls sieht genug Arbeit, ausreichend Kultur und Zeit zum Feiern vor. Am Samstag, dem 20.7., ist man auf einem Dorffest in Sooblase angekündigt. Das Fest beginnt um die Mittagszeit. Ob es am Abend oder in der Nacht endet, lassen die Gastgeber offen. Für 44 JRKler dürfte das eine Steilvorlage für eine lange Nacht werden.

Am 23. Juli werden unsere JRKler in Lübeck zurückerwartet. Was sie bis dahin gemacht und erlebt haben sollen, weist das Programm aus, das diesmal die gastgebenden Esten geschrieben haben. Was sie wirklich erleben werden, steht wie immer in den Sternen. Halten die drei Kleinbusse oder gibt es wieder einen Reifenwechsel kurz vor dem Einchecken auf die Fähre? Mücken? – Klar, aber wird es eine Plage geben? Zecken? – Leider, aber hoffentlich ohne Biss! Werden die Pflöcke für die Laube bereits einbetoniert sein? – Hoffentlich! Kennen sich noch welche vom letzten Jahr? – Wäre nett. Sind genug Handschuhe da? – Wenn nicht, gibt`s neben Blasen auch noch „kaputte Hände“. Gibt`s genug Zeit zum Shoppen? – Wehe, wenn nicht!

Was immer geschieht, wir werden aus Estland berichten – kurze Texte, viele Bilder, in der Zeit vom 13. bis 22. Juli, hier auf dieser Seite.