Schulranzen und Hilfsgüter für das Baltikum, Rotkreuztransport startete am 17. April

Am 17. April um 11:00 Uhr setzte sich DRK-Landesverbandspräsident Henning Kramer wieder selbst hinter das Steuerrad eines 18-Tonners, um Hilfsgüter ins Baltikum zu bringen. Diesmal sind auch über 100 gebrauchte aber gut erhaltene Schulranzen mit an Bord.

Kaja Leppoja, Rotkreuzverantwortliche im südestnischen Pölva, hatte darum gebeten, die Tornister mit dem ohnehin geplanten DRK-Hilfstransport in ihre Heimatstadt zu bringen. Sie sind dort für ABC-Schützen bestimmt, die noch in diesem Jahr eingeschult werden, deren sozialschwachen Familien aber das Geld fehlt, um ihre Kinder für diesen wichtigen Lebensabschnitt auszustatten.

"Die Rotkreuzpartnerschaft zwischen dem Estnischen und dem Schleswig-Holsteinischen Roten Kreuz, wird auch durch solche Aktionen gestärkt“, sagte Kramer vor der Abreise.

Wenn man mit einem 18-Tonner losfährt, dann nicht nur um 100 Schulranzen zu transportieren. Henning Kramer hat weit mehr aufladen lassen. Pflegebetten, Kliniknachtschränke, Rollstühle, Gehwagen und medizinisches Einwegmaterial sind für Adressaten in Estland und Litauen bestimmt. Der Rotaryclub Kiel Düsternbrook, steuerte 180 Handtücher und 120 Garnituren Bettwäsche bei. Eine Kieler Firma spendete 150 Paar fabrikneue Schuhe. Ebenfalls fabrikneu ist die Bekleidung, die ein anderes Unternehmen aus Kiel zur Verfügung stellte. Sehr gefragt ist in der Region gebrauchte Kinderbekleidung. Auch die ist in großen Mengen an Bord.

Empfänger werden Alten- und Behinderteneinrichtungen in den südestnischen Orten Räpina, Moose, Pölva, Valga und Kölleste und soziale und kirchliche Einrichtungen im westlichen Litauen (Memelland) sein. Für die Kirche im litauischen Jurbakas ist als Beiladung eine elektronische Kirchenorgel mit dabei, das wertvolle Instrument wurde gespendet. In Sakiai (Litauen) werden ein Waisenhaus und ein Heim für minderjährige Mütter mit Kleidung versorgt. Am 30.April wird Henning Kramer wieder zurück in Kiel sein und dann berichten, welche Freude die Hilfsgüter an ihren Bestimmungsorten ausgelöst haben.   Im August ist er mit einer Delegation von Jugendkreuzlern aus allen Schleswig-Holsteinischen DRK-Kreisverbänden wieder in Estland. Im vergangenen September hatte eine estnische Jugendrotkreuzgruppe bereits Schleswig-Holstein besucht.

„Wir arbeiten auf allen Ebenen mit dem Estnischen Roten Kreuz zusammen und wollen dies in Zukunft noch verstärkt tun. Die Jugendrotkreuzkontakte, die im letzen September mit dem Besuch einer estnischen JRK-Delegation in Schleswig-Holstein begonnen haben, sind ein Teil dieser Kooperation“.

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DRK-Landesverbandspräsident Henning Kramer steuert den 18-Tonner selbst

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