DRK-Kindertagesstätte "Stadtzwerge"

Der Situationsansatz

Kindertagesstätten öffnen sich in den letzten Jahren immer mehr nach innen und nach außen. Das Bild eines Kindergartens mit der Aufgabe, eine relativ abgeschlossene "schöne Kinderwelt" zu schaffen, hat sich verändert. Ausgelöst wurde diese Entwicklung unter anderem durch ein sich wandelndes Bild vom Kind, welches immer mehr als eigenständige Persönlichkeit mit individuellen Bedürfnissen, Begabungen und Interessen gesehen wurde.

Im pädagogischen Bereich war eine Antwort auf diese gesellschaftliche Wandlung der "Situationsansatz", der sich an der Lebenssituation des Kindes, seiner Familie und seiner Umgebung orientiert. Der Situationsansatz versteht sich als integrativer Ansatz und geht davon aus, dass für die Entwicklung von Kindern ein Lernen auch außerhalb des Kindergartens sehr wichtig ist.

Die jeweilige Kita soll sich für ihre Wohnumgebung öffnen. Kontakte zu Nachbarn, zu wichtigen Orten und Einrichtungen (zum Beispiel Schulen, Polizei und andere Kitas) im Stadtteil werden ermöglicht. Damit bildet jede Kita ein eigenes Profil aus, welches nicht statisch ist, sondern sich bei Veränderungen im Umfeld diesen anpasst.

Aus dem situationsorientierten Arbeiten, in dem Situationen, die für Kinder bedeutsam sind, gesammelt und analysiert werden, entstehen konkrete Lernprojekte für Kinder, die in den Gruppen und auch gruppenübergreifend umgesetzt werden.