Fazit: Neue Methoden, neue Lerninhalte und Module sowie die Erweiterung der fachlichen Kompetenz des Lehrscheininhabers „R“ sind die Eckdaten der neuen Lehrscheinausbildung gewesen. Die Umsetzung dieser Inhalte in den Seminaren 2010 und 2011 können wir grundsätzlich als gelungen betrachten. Dennoch, Stillstand ist Rückschritt und das wollen wir auf jeden Fall vermeiden. Fachliche Weiterentwicklung auf einem hohen Niveau, dass soll die Zukunft in der DRK-Wasserwacht Schleswig Holstein sein.
Ein Grund für die anstehenden Änderungen für 2012 sind u. a. die Rückmeldungen der Teilnehmer/innen gewesen, welche für uns ein sehr wichtiger Bestandteil der Lehrscheinausbildung sind, so Landesausbilder Holger Mayweg. Die Teilnehmer/innen sollen wissen und merken, dass die Anregungen auch Gehör finden und wenn es möglich ist, in die Ausbildung einfließen werden. Natürlich werden auch unsere eigenen Erfahrungen die wir gewonnen haben berücksichtigt.
Wir werden in 2012 mit einem Lehrschein-Update starten, welches noch mehr auf die einzelnen Fachbereiche der Lehrscheinausbildung „S“ und „R“ eingeht, so Sven Schröder, Landesleiter der DRK-Wasserwacht in Schleswig Holstein. Ab 2012 wird die Lehrscheinausbildung grundsätzlich 8 Tage dauern, welche in der Regel an 4 Wochenenden stattfindet.
Ab 2012 werden die Sanitätsdienstausbildung und das Rotkreuzeinführungsseminar als gegeben vorausgesetzt inhaltlich nicht mehr unterrichtet. Hier sind die Kreisleiter/innen der Wasserwacht in der Pflicht, ihre Helfer/innen entsprechend vor der Seminaranmeldung ausbilden zu lassen.
Der Bereich der Methodisch-didaktischen Ausbildung wird beibehalten, allerdings fachlich überarbeitet, um zielgerichtet auf die Lerninhalte „S“ und „R“ eingehen zu können. Dieses wird sich auch in den einzelnen Lehrproben wiederspiegeln, welche inhaltlich noch genauer definiert und vorgegeben werden.
Die zusätzliche Qualifikation Dozent Frühdefi für den Lehrscheininhaber „R“ in Verbindung mit dem MPG/MPBetreibV wird zeitlich überarbeitet. Hier sind wir der Meinung, dass diese Zusatzqualifikation auch ein Anreiz darstellt und eine weitere fachliche Qualifikation des Lehrscheininhabers bedeutet.
Den so gewonnen zeitlichen Freiraum wollen wir mit Schwerpunkten aus unserem Haupttätigkeitsfeld füllen, nämlich der Schwimm- und Rettungsschwimmerausbildung. Was heißt das? Wir werden den praktischen Anteil im Schwimmbad erweitern um hier weitere Schulungen u. a. dem Spineboard, Vakuummatratze und anderen Rettungsmitteln zu demonstrieren und zu üben. Auch die eigenen Schwimmtechniken der „Neuen Lehrscheininhaber“ wollen wir verfeinern und viele nützliche Tipps an selbige weitergeben.
Die Prüfungen werden angepasst und bestehen aus 4 Bereichen: je einer theoretischen Lehrprobe aus dem Bereich Schwimmen und Rettungsschwimmen, einer praktischen Lehrprobe im Schwimmbad sowie einer schriftlichen Prüfung.
Mit diesem Update werden wir die Lehrscheinausbildungen weiter qualitativ den Ansprüchen anpassen und wünschen somit allen zukünftigen und jetzigen Lehrscheininhabern weiterhin viel Erfolg bei ihren Tätigkeiten.
Euch und Euren Familien wünschen wir eine besinnliche Advent- und Weihnachtszeit sowie einen guten Rutsch in das Jahr 2012.
Sven Schröder, Klaus Jacobsen, Holger Mayweg
(Landesleiter, stv. Landesleiter & Landesausbilder Wasserwacht)